Selbstgestaltung – Wissen
Sicherheit bewusst gestalten
Deine innere Welt beeinflusst, wie du Sicherheit erlebst – und was dir begegnet.
Viele Menschen verbinden Sicherheit vor allem mit äußeren Umständen: mit ihrer Umgebung, anderen Menschen, Schutzmaßnahmen oder dem Zufall.
Doch Sicherheit hat auch eine andere Dimension.
Der Nokuismus betrachtet den Menschen nicht nur als jemanden, der auf äußere Situationen reagiert. Er geht davon aus, dass die eigene innere Ausrichtung das Erleben der Welt beeinflusst – und nach dem Resonanzprinzip auch mitbestimmt, welche Menschen, Begegnungen und Erfahrungen in das eigene Leben treten.
Gedanken prägen Gefühle. Gefühle beeinflussen deine Ausstrahlung. Und deine innere Ausrichtung wirkt sich darauf aus, wie du Situationen wahrnimmst, wie du handelst und wie du anderen Menschen begegnest.
Sicherheit bewusst zu gestalten bedeutet deshalb auch, bei deiner inneren Welt anzusetzen.
Drei persönliche Erfahrungen mit Sicherheit
1) Mit dem SUP auf dem Main - Sicherheit durch innere Ausrichtung
Am 31. Dezember 2021 war ich mit meinem Stand-Up-Paddle-Board auf dem Main unterwegs.
Die Luft war relativ mild, aber das Wasser war sehr kalt. In einer solchen Situation könnte der Gedanke naheliegen: „Hoffentlich falle ich nicht hinein.“
Ich richtete meine Gedanken bewusst anders aus:
„Ich bin sicher und gut behütet. Ich habe heute einen wundervollen Tag.“
Ich stellte mir vor, wie ich stabil auf meinem Board stehe, den Moment genieße und am Ende trocken und zufrieden wieder nach Hause komme.
Diese Vorstellung gab mir ein Gefühl von Ruhe und innerer Gewissheit. Mit dieser Haltung ging ich aufs Wasser.
2) Ein dunkler Heimweg - Vertrauen statt Angst
Nach einer Sommer-Open-Air-Party entschied ich mich spontan, die rund 10 Kilometer nach Hause zu laufen.
Ein Teil des Weges führte über einen Fahrradweg durch ein Waldstück. Es war stockdunkel, und ich konnte kaum erkennen, wo der Weg verlief.
Statt mich gedanklich in möglichen Gefahren zu verlieren, richtete ich meine Aufmerksamkeit auf einen anderen Gedanken:
„Ich komme sicher und gut behütet an mein Ziel.“
Mit dieser inneren Haltung lief ich ruhig und aufmerksam weiter und kam schließlich sicher und wohlbehalten zu Hause an.
3) Eine Nacht in Frankfurt - innere Abgrenzung
In einer Sommernacht lief ich allein durch ein Kneipenviertel in Frankfurt.
Plötzlich hörte ich aus einer Bar eine aggressive Stimme:
„Ich steche dich ab!“
In diesem Moment geschah etwas Interessantes.
Ich spürte in diesem Moment ein starkes Gefühl von Sicherheit, als wäre ich von einem schützenden Energiefeld umgeben.
Mir war klar: Diese Äußerung richtete sich nicht an mich. Ich fühlte mich innerlich nicht in die Situation hineingezogen und ging weiter. Ich fühlte mich wie ein Zuschauer in einer anderen Realität.
Für mich wurde diese Erfahrung zu einem Beispiel dafür, wie stark die eigene innere Haltung beeinflussen kann, wie man einer Situation begegnet.
Diese Erlebnisse beschreiben meine persönlichen Erfahrungen. Sie sind keine Garantie dafür, dass eine positive innere Ausrichtung äußere Gefahren verhindert.
Sicherheit durch Kontrolle – oder durch innere Stabilität?
Viele Menschen versuchen, Sicherheit durch möglichst umfassende Kontrolle herzustellen.
Sie sorgen sich, misstrauen anderen, rechnen ständig mit Gefahren oder versuchen, jede Unsicherheit auszuschließen.
Vorsicht und angemessene Schutzmaßnahmen sind sinnvoll. Doch dauerhafte Angst und ständige Kontrolle können das eigene Erleben stark belasten.
Der Nokuismus lädt dazu ein, einen anderen Weg zu betrachten: nicht die Angst zum Mittelpunkt des eigenen Denkens zu machen, sondern die innere Ausrichtung bewusst auf Vertrauen, Klarheit und Stabilität zu richten.
Das bedeutet nicht, Gefahren zu ignorieren. Es bedeutet, aufmerksam zu bleiben, ohne sich innerlich dauerhaft von Angst bestimmen zu lassen.
Mini-Übung: Spüre den Unterschied
Nimm dir einen kurzen Moment.
Stell dir vor, du gehst nachts durch eine dunkle Straße und denkst:
„Hier könnte etwas passieren.“
Achte darauf, was in deinem Körper geschieht. Vielleicht spannen sich deine Schultern an, dein Blick wird enger und du wirst besonders wachsam.
Richte deine Aufmerksamkeit nun bewusst auf einen anderen Gedanken:
„Ich bin sicher und gut behütet.
Ich komme sicher und gut behütet am mein Ziel.
Ich habe heute einen wundervollen Tag.“
Atme einmal ruhig ein und aus. Nimm wahr, ob sich deine Körperhaltung, dein Blick oder dein Gefühl verändern.
Es geht nicht darum, eine Gefahr wegzudenken. Du übst, deine innere Reaktion bewusst wahrzunehmen und zu beeinflussen.
Gedanken, Gefühle und Ausstrahlung
Der Nokuismus beschreibt den Zusammenhang zwischen innerer Ausrichtung und äußerem Erleben mit einer einfachen Formel:
Gedanke → Gefühl → Ausstrahlung → Erfahrung
Was du denkst, beeinflusst, wie du dich fühlst. Deine Gefühle prägen deine Ausstrahlung und wirken sich auf dein Verhalten aus.
Wenn du dich innerlich unsicher fühlst, kann sich das beispielsweise in deiner Körpersprache, deinem Blick und deiner Art zu kommunizieren zeigen.
Fühlst du dich dagegen ruhig und klar, begegnest du anderen Menschen möglicherweise offener und souveräner.
So beeinflusst deine innere Haltung nicht nur, wie du eine Situation erlebst, sondern auch, wie du dich in ihr verhältst und welche Reaktionen du hervorrufst.
Das Resonanzprinzip – was dir begegnet
Im Nokuismus geht die Vorstellung noch einen Schritt weiter.
Deine innere Ausrichtung beeinflusst demnach nicht nur, wie du der Welt begegnest. Sie steht auch in Wechselwirkung mit dem, was dir in der Welt begegnet.
Das Energiefeld, das du durch deine Gedanken und Gefühle ausstrahlst, wird im Nokuismus als Ausdruck deiner vorherrschenden inneren Ausrichtung verstanden.
Nach dem Resonanzprinzip treten Menschen, Situationen und Erfahrungen in dein Leben, die mit dieser Ausrichtung in Beziehung stehen.
Wenn du beispielsweise von Misstrauen geprägt bist, kannst du Begegnungen stärker unter dem Gesichtspunkt möglicher Bedrohungen wahrnehmen. Wenn du Vertrauen und Offenheit entwickelst, kann sich verändern, wie du Menschen begegnest und welche Kontakte du pflegst.
Der Nokuismus versteht Resonanz dabei nicht nur als Veränderung der eigenen Wahrnehmung, sondern als Wechselwirkung zwischen innerer und äußerer Welt.
Das ist ein philosophisches Wirkmodell des Nokuismus, keine wissenschaftlich gesicherte Vorhersage einzelner Ereignisse.
Dein Bewusstsein beeinflusst dein Erleben
Angst, Vertrauen, Klarheit und Freude sind unterschiedliche innere Zustände.
Sie beeinflussen, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, welche Möglichkeiten du erkennst und wie du Entscheidungen triffst.
Die Bewusstseinsebenen nach David R. Hawkins bieten eine weitere Perspektive, um unterschiedliche Bewusstseinszustände zu betrachten.
Wenn du verstehen möchtest, wie dein Bewusstsein deine Wahrnehmung prägt, findest du hier eine Vertiefung:
Sicherheit beginnt mit deiner inneren Ausrichtung
Du kannst nicht alle äußeren Umstände kontrollieren. Du kannst aber lernen, bewusster mit deinen Gedanken, Gefühlen und Reaktionen umzugehen.
Der Nokuismus lädt dich ein, deine innere Ausrichtung auf Sicherheit, Vertrauen und Klarheit zu richten.
Ein möglicher Ausgangspunkt ist der Gedanke:
"Ich bin sicher und gut behütet."
Du kannst ihn als bewusste Erinnerung nutzen, um deine Aufmerksamkeit auf innere Ruhe und Vertrauen zu lenken.
Wenn du diesen Gedanken regelmäßig aufgreifst, kannst du dich damit auseinandersetzen, welche Überzeugungen dein Sicherheitsgefühl stärken und welche es einschränken.
Der 11. Vers des Nokuismus – innere Sicherheit
Der Gedanke der inneren Sicherheit findet im 11. Vers des Nokuismus seinen Ausdruck:
„Ich bin sicher und gut behütet.
Ich komme sicher und gut behütet an mein Ziel.
Ich habe heute einen wundervollen Tag.“
Dieser Vers kann dich im Alltag daran erinnern, deine innere Ausrichtung bewusst zu wählen.
Die eigene Sicherheit zu erhöhen bedeutet nicht, die Welt zu kontrollieren.
Es bedeutet, den eigenen inneren Zustand bewusst zu gestalten.
Dein innerer Zustand beeinfluss dein Energiefeld -
deine Ausstrahlung.
Darüber bestimmst du selbst, welche Menschen,
Dinge und Situationen in dein Leben treten -
und somit auch, welche Erfahrungen du machst.
Wenn Sicherheit in deinem Inneren entsteht,
entwickelt sich daraus ganz natürlich
Wie du Sicherheit aufbauen kannst
Der erste Schritt ist einfach.
Richte deine Aufmerksamkeit bewusst auf das Gefühl:
„Ich bin sicher und gut behütet.“
Wenn du diesen Gedanken regelmäßig zulässt, beginnt dein Unterbewusstsein ihn langsam zu übernehmen.
Mit der Zeit entsteht daraus eine neue innere Haltung.
Und diese Haltung beeinflusst dein Verhalten – und damit auch deine Erfahrungen.
Dein Bewusstsein erschafft dein Leben.
Also erschaffe bewusst.
Die 12 Verse für dein neues Bewusstsein
Der Gedanke der inneren Sicherheit ist Teil der 12 Verse des Nokuismus.
In der Bewusstseins-Challenge kannst du erleben, wie diese Verse dein Denken und dein Erleben verändern können.
Du hörst dabei ein Audio, das dich in einen entspannten Zustand bringt, in dem dein Unterbewusstsein besonders aufnahmefähig ist.
So können neue Überzeugungen deutlich leichter entstehen, und das Gefühl der Sicherheit kann sich in dir ausbreiten.
Visuelle Erinnerung im Alltag
Es kann hilfreich sein, sich bewusst visuelle Unterstützung in sein Umfeld zu holen.
Zum Beispiel:
das Werk „Die Zeit in DEINER Hand“
Dieses Gemälde wirkt wie ein stiller Anker.
Ein kurzer Blick genügt – und du erinnerst dich wieder daran,
wer du sein möchtest
und wie du dein Leben gestalten willst.
Nicht aus Angst.
Sondern aus Klarheit.