Glaubenssätze verstehen
Wie dein Unterbewusstsein dein Leben lenkt und wie du das für dich nutzen solltest
Viele Menschen versuchen ihr Leben zu verändern, indem sie ihr Verhalten verändern.
Sie arbeiten mehr.
Sie planen mehr.
Sie versuchen disziplinierter zu sein.
Doch oft bleibt der große Durchbruch aus.
Warum?
Weil die eigentlichen Ursachen unseres Handelns viel tiefer liegen.
Sie liegen in unseren Glaubenssätzen.
Glaubenssätze sind innere Überzeugungen darüber:
- wie die Welt funktioniert
- was möglich ist
- was für uns selbst möglich ist
Die meisten Menschen wissen jedoch nicht einmal, dass sie solche inneren Programme besitzen.
Dabei steuern diese Überzeugungen einen erstaunlich großen Teil unseres Lebens.
Viele Psychologen gehen davon aus, dass etwa 95 % unserer Gedanken, Entscheidungen und Handlungen vom Unterbewusstsein gesteuert werden.
... auf der Grundlage unsere Glaubenssätze.
Was Glaubenssätze eigentlich sind
Glaubenssätze sind Überzeugungen, die wir für wahr halten.
Zum Beispiel:
- „Ich bin nicht gut genug.“
- „Bei mir funktioniert alles ganz leicht.“
- „Geld verdienen ist schwer.“
- „Ich habe Höhenangst.“
- „Geld fließt ganz leicht zu mir.“
- „Ich bin es wert, gesund zu sein.“
Das Entscheidende dabei ist:
Dein Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen einer objektiven Wahrheit und einem gelernten Glaubenssatz.
Dein Unterbewusstsein behandelt jede Überzeugung wie eine Realität.
Dein Unterbewusstsein formt aus deinen Glaubenssätzen dein Bewusstsein.
Je nachdem, ob dich deine Glaubenssätze bremsen oder stärken, sind sie für dich negativ oder positiv.
Je nachdem befindest du dich in einem Opferbewusstsein, bzw. Mangelbewusstsein, oder in einem Schöpferbewusstsein, bzw. Füllebewusstsein.
→ Zusätzliche Infos zu dein Bewusstseinsebenen (hier klicken)
Dein Unterbewusstsein richtet dein ganzes Leben entsprechend deiner Glaubenssätze aus.
Was deine Glaubenssätze bewirken:
Du bist gefangen im eigenen Bewusstsein.
Gemälde "Living in a Box" von Norbert Kunz
Du hältst dich selbst in deiner "Box" gefangen.
Einfluss von außen ist Einbildung.
In welchen Bereichen du Glaubenssätze hast
Du hast Glaubenssätze zu allen Bereichen deines Lebens.
Du hast Glaubenssätze in jedem deiner sechs Lebensbereiche.
Lebensbereiche im Nokuismus - Modell nach Norbert Kunz
Im Nokuismus unterteilen wir die sechs Lebensbereiche in:
- Körperlicher Bereich
- Sozialer Bereich
- Beruflicher Bereich
- Finanzieller Bereich
- Geistiger Bereich
- Materieller Bereich
In jedem Lebensbereich wirken die Glaubenssätze, die du für diesen Bereich in deinem Unterbewusstsein verankert hast.
Unterschiedliche Erfahrungen in unterschiedlichen Lebensbereichen
Es kann sein, dass du in einem Lebensbereich für dich überwiegend positive Glaubenssätze hast. Dann befindest du dich dort in einem Schöpferbewusstsein, bzw. Füllebewusstsein, und alles läuft super.
In einem andern Lebensbereich hingegen hast du vielleicht für dich negative Glaubenssätze. Dann befindest du dich dort in einem Opferbewusstsein, bzw. Mangelbewusstsein, und egal was du auch versuchst, nichts funktioniert so richtig.
Das Tragische daran:
Negative Erfahrungen in einem Lebensbereich wirken sich oft auch negativ auf andere Lebensbereiche aus.
Das Gute ist:
Dein Bewusstseinszustand (Opfer- oder Schöpferbewusstsein)
ist keine Identität, sondern ein Zustand,
und der lässt sich verändern -
und zwar über das
Verändern deiner Glaubenssätze.
Wie Glaubenssätze entstehen
Wenn ein Kind oft hört:
„Pass auf, sonst fällst du runter.“
kann daraus später der Glaubenssatz entstehen:
„Höhen sind gefährlich.“
Wenn jemand immer wieder hört:
„Reiche Menschen sind gierig.“
kann daraus entstehen:
„Reich sein ist etwas Schlechtes.“
So entstehen innere Programme, die unser Leben über Jahrzehnte beeinflussen können.
Von wem wir Glaubenssätze erlernen
Glaubenssätze sind keine festen Wahrheiten, sondern sie sind erlernte Überzeugungen
Weil du sie erlernt hast, kannst du sie auch wieder verändern.
Die meisten Glaubenssätze entstehen bereits in der Kindheit.
Wir übernehmen sie von:
- Eltern
- Lehrern
- Freunden
- Religion
- Medien
- gesellschaftlichen Vorstellungen
Unser ganzes Leben lang kommen immer wieder neue Glaubenssätze hinzu, besonders über Medien, Religion, Erlebnissen und gesellschaftlichen Vorstellungen, deren Ausrichtung auf unseren bereits bestehenden Glaubenssätzen aufbauen und zu ihnen passen.
Das Problem dabei ist:
Diese Überzeugungen werden meist ungeprüft übernommen.
3 Möglichkeiten, wie Glaubenssätze entstehen
Glaubenssätze entstehen entweder durch:
- Hören. Was hast du gehört? Was hörst du?
- Nachahmung. Was hast du gesehen? Was siehst du?
- Erfahrungen. Was hast du erlebt? Was erlebst du?
2 Möglichkeiten der Entwicklung
Beispiel:
Hört ein Mensch in seiner Kindheit immer wieder Negatives über reiche Menschen, und erlebt finanziellen Mangel, kann sich das in zwei Richtungen entwickeln:
Entweder diese Person übernimmt das gehörte, gesehene oder erlebte genau so, wie es ist. Dann wird sie selbst schlecht über reiche Menschen reden und selbst ein Leben in finanziellem Mangel leben.
Oder diese Person macht daraus das genaue Gegenteil. Dann wird sie positiv über reiche Menschen reden und selbst Vermögen aufbauen.
Glaubenssätze erzeugen weitere Glaubenssätze
Ein einzelner Glaubenssatz bleibt selten allein.
Er zieht meist weitere Überzeugungen nach sich.
Ein Beispiel:
Wenn jemand den Glaubenssatz hat:
„Ich bin nicht gut genug.“
können daraus weitere entstehen:
- „Andere sind besser als ich.“
- „Ich werde sowieso scheitern.“
- „Es hat keinen Sinn, es zu versuchen.“
So entsteht ein ganzes Netzwerk von Überzeugungen.
Diese verstärken sich gegenseitig – genau wie die Wurzeln eines großen Baumes.
Glaubenssätze stärken sich selbst
Glaubenssätze wirken wie die Wurzeln eines Baumes
Um zu verstehen, wie Glaubenssätze wirken, hilft eine einfache Vorstellung.
Stell dir dein Leben wie einen Baum vor.
Die Wurzeln
Das sind deine Glaubenssätze.
Der Stamm
Das sind deine Gedanken.
Die Äste
Das sind deine Entscheidungen.
Die Früchte
Das sind die Ergebnisse in deinem Leben.
Viele Menschen versuchen, die Früchte zu verändern.
Sie arbeiten härter.
Sie setzen sich neue Ziele.
Sie versuchen, disziplinierter zu werden.
Doch solange die Wurzeln gleich bleiben, wachsen immer wieder die gleichen Ergebnisse nach.
Wenn du wirklich etwas verändern möchtest, musst du deshalb bei den Wurzeln beginnen.
Denn jede Veränderung im Außen beginnt mit einer Veränderung im Inneren.
Deine innere Welt erschafft deine äußere Welt.
Diese Idee zieht sich auch durch viele meiner Kunstwerke.
Sie zeigen, dass das, was wir im Außen erleben, immer mit unserer inneren Welt verbunden ist.
Am deutlichsten erkennt man das an einem ganz besonderen Werk.
"Die Zeit in DEINER Hand"
Der Ringfinger symbolisiert das Unterbewusstsein, der Ort, an dem unsere Glaubenssätze verankert sind.
Daraus entstehen unsere Gedanken und Gefühle (Mittel- und Zeigefinger), die gemeinsam mit unserem Tun (Daumen) unser Energiefeld (goldener Strahlenkranz) speisen, worauf wir aus dem Feld der Möglichkeiten (Hintergrund) die Dinge, Menschen und Erfahrungen in unser Leben ziehen, die dazu passen.
Gedanken, Überzeugungen und Glaubenssätze sind unsichtbar – und doch formen sie unser Leben jeden Tag.
Wenn wir beginnen, diese inneren Strukturen zu erkennen und bewusst zu verändern, kann sich auch das äußere Leben Schritt für Schritt verändern.
Genau darum geht es auch im Nokuismus:
das eigene Bewusstsein so zu entwickeln, dass wir unser Leben immer mehr bewusst gestalten können.
Die Veränderung beginnt nicht irgendwo da draußen.
Sie beginnt immer zuerst in uns selbst.
Zwei Beispiele für Glaubenssätze im Alltag
Glaubenssätze gibt es in allen Bereichen unseres Alltags.
Beispiel: Höhenangst
Meine Freundin hatte lange Zeit Höhenangst.
Der Glaubenssatz lautete:
„Ich habe Höhenangst.“
Wir haben diesen Glaubenssatz bewusst verändert.
Der neue Satz lautet:
„Ich bin schwindelfrei. Ich fühle mich auch in großen Höhen sicher und wohl.“
Dieser Satz wurde immer wieder wiederholt und innerlich gefühlt.
Nach einiger Zeit verschwand die Höhenangst.
Heute fühlt sie sich auch in großen Höhen sicher und wohl.
Meine eigene Erfahrung mit Glaubenssätzen
Lange Zeit wusste ich nicht einmal, dass es so etwas wie Glaubenssätze gibt und welche Auswirkungen sie auf mein Leben haben.
Wie ich auf der Seite über Klarheit und Sinn im Leben beschrieben habe, habe ich mich viele Jahre beruflich im Kreis gedreht.
Ich wechselte immer wieder zwischen verschiedenen Tätigkeiten.
Internet-Agentur.
Coaching.
Kunst.
Und vorher viele andere Tätigkeiten.
Damals dachte ich, das Problem läge in den äußeren Umständen.
Heute weiß ich:
Ein Teil der Ursache lag in meinem eigenen Inneren.
Erst als ich begann, meine eigenen Glaubenssätze zu erkennen, zu hinterfragen und zu ändern, entstand nach und nach Klarheit über meinen Weg.
Dieser Prozess war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Nokuismus.
Deine innere Welt erschafft deine Realität
Du kannst deine innere Welt
jederzeit verändern,
und dein Leben so gestalten,
dass es wirklich zu dir passt.
Negative Glaubenssätze auflösen -
neue Realität erschaffen!
Die gute Nachricht:
Glaubenssätze lassen sich verändern
Der wichtigste Punkt ist:
Glaubenssätze sind keine feste Wahrheiten.
Sie sind erlernte Überzeugungen.
Und alles, was gelernt wurde, kann auch wieder verändert werden.
Wie lassen sich negative Glaubenssätze verändern?
Die zwei logischen Schritte:
Schritt 1) Erkennen
Glaubenssätze fühlen sich für dich logisch an, denn es sind deine tiefen Überzeugungen.
Deshalb ahnen viele Menschen nicht einmal, dass sie negative Glaubenssätze haben, und von welchen ihrer Überzeugungen sie blockiert werden.
So kannst du sie erkennen:
→ Negative Glaubenssätze erkennen
Schritt 2) Durch positive Glaubenssätze ersetzen
Sobald du deine negativen Glaubenssätze durch positive ersetzt, lösen sie sich auf. Ab dann unterstützen dich deine positiven Glaubenssätze.